Archive for Juni, 2010

Brooklyn

Mittwoch, Juni 30th, 2010

Meinen ersten Eindruck von den Schönheiten Brooklyns habe ich persönlich wohl aus dem Fernsehen – nein nicht aus Reiseberichten, sondern von der Fernsehserie der Bill Cosby Show – die Serie der afroamerikanischen Familie Huxtable, die in Brooklyn New York lebt. Viele Stars hatten Gastrollen in der Bill Cosby Show, darunter Alicia Keys, Naomi Campbell, Janet Jackson, Stevie Wonder und Adam Sandler und oft waren die für Brooklyn typischen Häuserfluchten zu sehen. Die Brooklyn Bridge gehört wohl mit zu den bekanntesten Brücken der Welt. Sie verbindet die beiden Stadteile Manhattan und Brooklyn miteinander. Auf der einen Seite – in Manhattan – glitzerndes Big Business und Rastlosigkeit – auf der anderen Seite Gemütlichkeit. In Brooklyn nehmen sich die Menschen Zeit zum Schlendern, Philosophieren und Plaudern. Die Metropole New York wirkt hier fast familiär. Brooklyn ist New York in Zeitlupe. Doch der Stadtteil hat 2,5 Millionen Einwohner und Brooklyn wäre die viertgrößte Stadt der USA, wenn es eigenständig wäre. Die gigantischen Ausmaße registriert man aber nicht so sehr, weil jedes Viertel von Brooklyn wie ein eigenständiges Dorf wirkt. Williamsburg – begehrtes Viertel bei der Boheme, Fort Greene beherbergt vor allem afroamerikanische Bildungsbürger, Italiener wohnen am liebsten in Besonhurst und Russen in Brighton

Reisende schlafen in Brooklyn eher in Pensionen, als in Hotels. Es gibt in dem 2,5 Millionen Stadtteil nur zwei Full Service Hotels.

Wer seine Brooklyn Reise längerfristig plant, sollte sich mit einem der „Greeters“ über das Internet zu einer Tour verabreden. Das sind Einheimische, die Touristen ehrenamtlich durch ihr New York führen. Man kann sich einen Stadtteil aussuchen, oder dem Gastgeber die Wahl überlassen. Die Terminierung sollte aber mindestens einen Monat im Voraus erfolgen. Der Service ist kostenlos.

Die historischen Bezirke Brooklyns, Park Slope, Clinton Hill, Fort Greene oder Brooklyn Heights  kann man am intensivsten im Mai entdecken. Dann öffnen Privathäuser ihre Türen für Neugierige. Für einen Touren Plan zahlt man 20 Dollar, die als Spende an die jeweilige Gemeinde gehen.

Odessa – Stadt der Kulturen in Osteuropa

Freitag, Juni 25th, 2010

Gegründet vor etwa 200 Jahren durch die deutschstämmige Katherina der Großen ist Odessa eine vergleichsweise junge Stadt in der Ukraine. Den Wenigsten ist bekannt, dass die Regentin neben der russischen Bevölkerung unter anderem Deutsche, Italiener, Franzosen, Bulgaren und Griechen in die Region holte, um am Aufbau der Stadt mitzuwirken. So, war der erste Statthalter der Stadt, De Ribas, ein Italiener, dem der Franzose Richelieu folgte. Nach der Teilung Polens im 18. Jahrhundert zog es auch viele Juden in die Stadt am Schwarzen Meer. Die Spuren dieser verschiedenen Kulturen findet man bis heute in Odessa.

Das berühmteste Denkmal der Stadt sind wahrscheinlich die Potemkin Stufen, jedoch hat Odessa viel mehr zu bieten. Das Opernhaus der Stadt, das von 1884 bis 1887 durch das Wiener Büro Fellner & Helmer erbaut wurde, gilt als eines der schönsten weltweit. Die klassische Einrichtung des Hauses sowie beeindruckende Deckenmalereien im Inneren sorgen für ein Opernerlebnis der besonderen Art.

Die Katakomben der Stadt sind ein Labyrinth mit einer Länge von mehr als 2.000 Kilometern, die zu einem Teil für Besucher geöffnet sind. Ursprünglich entstanden sie durch den Aufbau der Stadt, da man Baumaterial für den Bau der Häuser brauchte. Anfangs versteckten sich Schmuggler und andere Kriminelle in den Katakomben, während des Zweiten Weltkriegs nutzten Partisanen sie als Basis für ihren Kampf gegen die deutschen und rumänischen Besatzer.

Die Altstadt von Odessa verteilt sich weitläufig im Zentrum der Stadt. Zahlreiche alte Gebäude sind Zeugen derer Geschichten und dessen Bewohnern, die man heute durch verschiedene Führungen erfahren kann.

Neben den kulturellen Sehenswürdigkeiten zeigt sich die Stadt mit einem lebendigen Gesicht. Zahlreiche Cafés und Restaurants bieten ukrainische sowie westeuropäische Gerichte und laden zu einem entspannten Vergnügen ein. Die Gastfreundschaft der Ukrainer ist offen und herzlich.

Odessa verfügt im Sommer über ein warmes Klima. Die vielen gepflegten Sandstrände von Odessa sind schnell erreichbar und sorgen für eine angenehme Abkühlung. Das Nachtleben von Odessa ist sehenswert. Im Sommer feiern und tanzen in den Open-Air Nachtclubs im Süden der Stadt Junge und Junggebliebene die ganze Nacht.

 

Südengland Ferien an der Jurassic Coast

Donnerstag, Juni 24th, 2010

Wer an der Küste von Südengland Ferien macht, kann merkwürdige Gestalten am Strand beobachten, Menschen die mit gesenktem Kopf und konzentriertem Blick durch den Sand laufen. Es sind Fossilien Forscher. Die Küste Südenglands wird manchmal auch Jurassic Coast genannt – so viele Fossilien und Dino Skelette wurden hier schon gefunden. Aber der Fund eines Saurier Skeletts ist natürlich Glückspilzen vorbehalten. Amnoniten, Nautiliden und Belemniten sind jedoch häufig zu finden. Amnoniten sind Gehäuse von tintenfisch artigen Seetieren. Belemniten sind versteinerte Kopffüßler und ähnelten etwa unseren Tintenfischen. Die Ablagerungen an den Klippen begeistern Geologen aus aller Welt. Sie lagen akkurat übereinander, sodass sich die Spuren der verschiedenen Erdzeitalter hervorragend studieren lassen.

Als Jurassic Coast wird ein 160 Kilometer langer Küstenabschnitt zwischen Studland Bay in Dorset und Exmouth in Devon bezeichnet. Im Sommer kommen einige Urlauber, um Fossilien zu suchen, einige nur um Ferien zu machen, viele wollen aber beides.

Wer am Strand von Lyme Regis auf Sauriersuche gehen will, sollte eine stabile Tasche mit an den Strand nehmen und ein Hämmerchen nicht vergessen. Am Strand werden Führungen angeboten, die man schon fast als Fossilien Wanderungen bezeichnen könnte. Im Lyme Regis Museum sind die spektakulärsten Funde ausgestellt, auch die Saurier, die eine Frau schon 1811 gefunden hat. Ein Ichthyosaurus, der Saurier mit den Telleraugen , gehört zu den Exponaten.

Fossilien Sammler wie Badeurlauber sollten jedoch am Strand die Gezeiten beobachten. Damit gerade den Sammlern und Forschern von der Flut nicht der Rückweg abgeschnitten wird, sollte man auf jeden Fall umkehren, wenn das Wasser wieder auf läuft.

Krakau

Sonntag, Juni 20th, 2010

Krakau ist eine weltoffene, lebenslustige Stadt und wird immer öfters als kulturelles Zentrum des Landes bezeichnet. Auf keinen Fall sollte man sich auf eine Besichtigung der Altstadt beschränken, obwohl der größte mittelalterliche Marktplatz Europas mit der Marienkirche sicherlich sehenswert ist. Aber auch auf diesem Marktplatz ist die Lebenslust Krakaus zu spüren, Straßenkünstler produzieren gigantische Seifenblasen und vom Kirchturm der Marienkirche bläst ein Trompeter zu jeder vollen Stunde ein Lied.

Für Touristen besteht Krakau fast nur aus der Altstadt. 300 Bars und Kneipen drängen sich auf engstem Raum mit allen im Reiseführer erwähnten Kirchen und Museen. Lediglich einen Kilometer außerhalb wird noch die ehemalige Königsresidenz besichtigt und ansonsten verlassen die Urlauber die Altstadt nur noch, um wieder zurück zum Flughafen zu gelangen. Im Sommer bleiben die Touristen in den Cafés um den Rynek Glówny häufig unter sich, ähnlich wie in anderen Städten. Doch im Spätherbst ändert sich das Bild. Nach Ende der Semesterferien erobern sich die Einheimischen ihre Kellerclubs und Boheme Bars zurück. Von 760.000 Einwohnern ist fast jeder vierte ein Student.

5.500 Denkmal geschützte Bauten und 2,5 Millionen Kunstwerke gibt es in Krakau. Man könnte Tage damit zubringen, sich all die zugehörigen Geschichten und Anekdoten von den Reiseführern erzählen zu lassen.

Auch für Esoteriker bietet Krakau eine Attraktion. In der südlichsten Metropole Polens liegt nach der esoterischen Lehre einer der sieben Chakren Punkte der Erde. Das Energiezentrum. Nachdem die eigentlich weiße Wand aber von so vielen Touristen befingert wurde, ist sie inzwischen mit Schautafeln zugehängt.

Zusammenfassend kann man Krakau als Reiseziel, als eine Metropole mit einem großen Spaßfaktor pro Quadratmeter empfehlen

Rafting

Montag, Juni 14th, 2010

Wildwasser bietet einen erfrischenden Nervenkitzel als Gemeinschaftserlebnis. Rafting ist ein spritziger und sportlicher Sommerspaß und trotzdem leicht zu erlernen.

Der Rafting – Trend , getreu dem Motto Born to be wild , wächst seit den achtziger Jahren.  Obwohl Rafting als Extremsportart gilt, ist es für alle die, die kein Problem damit haben, auch mal aus dem Boot zu kippen und ein Stück zu schwimmen, leicht mitzumachen.  In den Ferienregionen melden sich Familien auch schon mit Grundschulkindern zur Teilnahme an einer Fahrt. Die Mannschaften sausen mit viel Spaß flussabwärts, auf der Ems, der Ruhr oder im Inntal.  Das „ Alle in einem Boot“-Erlebnis wird inzwischen auch von Firmen gerne genutzt, um Teams zusammenzuschweißen.

Die modernen Rafts haben so gut wie nichts mehr mit den ursprünglichen Flößen zu tun. Die Boote aus gummiertem Gewebe haben Fußschlaufen für die Sicherheit. Es gibt eine Außenleine, an der  man sich festhalten und notfalls wieder ins Boot klettern kann. Rafting bietet viel Nervenkitzel, ist aber eigentlich ein ungefährlicher Sport.  Natürlich gibt es Unterschiede bei den Herausforderungen. Flusswandern ist wesentlich gemütlicher als Canyoning. Es gibt sogar eine WM-Disziplin: Kanu-Rafting.

Die nötige Ausrüstung – gerade in den Urlaubsregionen – stellt normalerweise der Rafting Tour Veranstalter: Neoprenanzug, Schwimmweste, Helm. Bei der Auswahl der Veranstalter, sollte man darauf achten, ob diese zertifiziert sind.

So steht dem spritzigen Urlaubserlebnis auf tosenden Flüssen dann nichts mehr im Weg. Auf funkelndem Wasser kann das Boot schneller und schneller gleiten und man hört die Juchzer und freudigen Schreie der Menschen an Bord. Felsen, Bäume und Büsche am Flussufer rasen in großer Geschwindigkeit vorbei.

Auch bei einem Urlaub auf Bali können Wildwasser – und Kajakfahrten zu den Urlaubsaktivitäten gehören.