Archiv für März 2010

Historischer Pilgerrekord auf dem Jakobsweg erwartet

Mittwoch, 10. März 2010

2010 gilt als heiliges Jakobsjahr, da der Todestag des Apostels, der 25. Juli auf einen Sonntag fällt. Schon im Jahr 2009 sind die Pilgerzahlen merklich angestiegen, da viele Pilger dem ganz großen Rummel entgehen wollten.

Aber natürlich kann man sich auch für dieses Jahr zwischen mehr oder weniger frequentierten Abschnitten der Jakobswege auswählen.  Ein Geheimtipp unter den Jakobswegen ist immer noch der Caminho Portugues. Er führt durch Nord Portugal und entlang der spanischen Atlantikküste.  Dieser portugiesische Jakobsweg ist eine attraktive Alternative, auf dem französischen Weg werden regelrechte Pilger Massen erwartet.

Der Caminho Portugues beginnt in Porto. Das ist eigentlich schon sein einziger Nachteil, man möchte die Stadt eigentlich gar nicht verlassen. Portos Altstadtgassen erstrahlen mit genau so viel Charme wie die prachtvollen barocken Kirchen der Stadt. Man sollte unbedingt den quirligen Markt besuchen und auch das legendäre Kaffee Haus Majestic.  Der Abschied von Porto wird auf der ersten Tagesetappe nicht einfacher, da zuerst einmal die hässlichen Vorstädte durchquert werden müssen. Doch danach taucht der Weg in Portugals Weinanbaugebiet ein. Idyllische Weindörfer und malerische Weinberge säumen den Weg.

Der portugiesische Jakobsweg ist für viele Pilger auch deshalb interessanter, weil er zwei Länder und zwei Kulturen miteinander kombiniert, die portugiesische und die spanische. Die Pilgerzahl hier entspricht nur ca. 10 % der Pilger auf dem französischen Weg. Die Strecke ist mit 225 km bequem in 10 Tagen zu schaffen.  Er führt durch Weinberge, Pinienwälder über Wiesen und mittelalterliche Steinbrücken, wie zum Beispiel die alte Römerbrücke in Ponte de Lima.

Bei der Ankunft in der quirligen Pilgerstadt Santiago de Compostela werden wohl einige der Pilger des portugiesischen Jakobsweges sich nach dem beschaulichen Porto zurück sehnen.

Luxemburg

Freitag, 05. März 2010

Luxemburg ist eine lebendige, moderne Stadt. Aber auch Spuren der Vergangenheit sind gegenwärtig. Luxemburg war auch in der Geschichte schon ein Begegnungsort der Kulturen. Die Festung Luxemburg war vom 16. Jahrhundert bis 1867 eines der wichtigsten Bollwerke Europas durch ihre strategisch günstige Lage zwischen Frankreich und Deutschland. Die Festungsanlagen verdeutlichen den Wechsel der hier anwesenden europäischen Mächte. Die Militär- und Zivilgebäude bilden den Rahmen der Altstadt, welche 1994 zum Weltkulturerbe der UNESCO anerkannt wurde.

Die Altstadt erschließen Besucher am besten in den Kasematten, aber auch entlang der Wehrmauer. Hier gibt es die Flaniermeile Corniche. Es gibt thematische Rundwege zu den Parks und öffentlichen Gärten.

Natürliche sollte für kultur- interessierte Urlauber auch eine Besichtigung des großherzoglichen Palastes nicht fehlen. Der großherzogliche Palast wurde 1574 errichtet. 1890 wurde das ursprünglich als Rathaus dienende Gebäude zum Palast umgebaut. 1992- 1995 wurde der Palast umfangreich saniert. Besichtigungen sind von Mitte Juli bis Ende August möglich. Bei einer Führung erfährt man viel über die Dynastie Nassau-Weilburg und die Geschichte des Landes Luxemburg.

Für Touristen werden verschiedene thematische Besichtigungen in Luxemburg Stadt angeboten. Ein Kultur- und Naturrundweg ist der Wenzelrundgang unter dem Motto – 1000 Jahre in 100 Minuten. Ausgangspunkt sind der Bockfelsen und die Corniche Richtung Wenzelsmauer zum Jakobsturm, dort wird die Entwicklung der Festungsanlage audiovisuell erklärt.

Eine andere Möglichkeit ist der Vauban- Rundweg unter dem Namen des bekannten Ingenieurs, der durch das Pfaffenthal bis an die Schwelle des Kirchberg-plateaus verläuft.

Von März bis Oktober fährt ein touristischer Zug durch Luxemburg der Pétrusse Express. Er startet am Place de la Constitution.