Aus dem Meer oder vom Himalaya – eine salzige Geschmacksreise

Vor nicht allzu langer Zeit standen noch meterlange gedrechselte Pfeffermühlen in jedem besseren Restaurant. Heute ist das eher ein Zeichen dafür, dass die Zeit etwas stehen geblieben ist. Heute ist Salz der neue Pfeffer.

Die Gäste in besseren Restaurants sind weltläufiger und informierter geworden und noch vor dem Gruß aus der Küche werden häufig Brot, Olivenöl und Schälchen mit verschiedenen Salzen gereicht. Unbehandelte Salze bieten einen gewaltigen geschmacklichen Unterschied zum herkömmlichen Speisesalz. Die Natursalze sind milder und unterstreichen den Eigengeschmack des Produktes.

Das rosa Himalaya Salz wurde durch ein Buch – Wasser und Salz – Urquell des Lebens – aus dem Jahr 2001 populär. Wissenschaftliche Belege für die darin behaupteten Heilwirkungen gibt es bis heute nicht. Aber inzwischen hat das rosafarbene Salz von der esoterischen zur kulinarischen Karriere gewechselt.

Das Maldon Sea Salt stammt von der englischen Nordseeküste nahe der Stadt Maldon. Das kristalline Salz eignet sich besonders gut zum Würzen von Fisch, Fleisch und Gemüse nach der Zubereitung. Es wird schon seit über 100 Jahren von einem Familienbetrieb hergestellt.

Aus dem bretonischen Guérande kommt das beliebteste Fleur de Sel, was längst kein Geheimtipp mehr ist, sondern eher schon ein Trendprodukt. Sogenannte Salzgärten gibt  es aber auch anderswo in Frankreich, Spanien, Portugal oder in Italien. Die Fleur de Sel – die Salzblume ist die beste Qualität des in Salzgärten gewonnenen Meersalzes. Es wird nur an bestimmten Tagen in Handarbeit abgeschöpft. Der besondere Geschmack entsteht durch Calcium- und Magnesiumsulfatanteile.

All diese Natursalze oder Edelsalze sind auch für zu Hause erhältlich, ob pur oder aromatisiert mit Oliven, mit Meeresalgen oder geräuchert. In diesem Sinne steht einer Geschmacksreise in der eigenen Küche nichts mehr im Wege.

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