Unter der Sonne Mallorcas

Nach Mallorca, liebevoll einfach „Malle“ genannt, zieht es jährlich Tausende erholungs- und vergnügungssüchtiger Urlauber. Diese haben das Bild der Insel mehr als alle anderen Eroberer in seiner jahrtausende alten Geschichte geprägt. Ständig entstehen neue Ortschaften, die einheimische Bevölkerung beherrscht aus jeder Sprache dieser Welt ein paar Worte, breite Straßen, neue Häfen und Landebahnen werden gebaut und natürlich schießen Hotels, Geschäfte und Bars wie Pilze aus dem Boden. Vor allem in den Küstengebieten findet man nur noch selten ein Stück unberührter Natur, diese hat sich ins Inselinnere zurückgezogen.  Dafür werden die Strände in mit Sonnensegeln, Liegen, Gartenmöbeln und reichlich Gastronomie für den Massentourismus präpariert.

Nach alldem meint man eigentlich, dass das ursprüngliche Flair dieser Insel zerstört sein müsste, aber weit gefehlt. Die Mallorquiner wissen ganz genau, welches Maß bzw. welche Masse an Tourismus sie ihrer Insel zumuten können. Gleichzeitig mit der Entdeckung für den Massentourismus sorgte man für großflächige Naturschutzgebiete und Naturparks, die für Immobilienmakler und Baulöwen tabu sind. Wer also vom Trubel in den Tourismuszentren die Nase voll hat, kann im Inselinneren noch die natürliche Schönheit und die ursprüngliche Lebensart sowie die Überreste einer Jahrtausende alten Kultur von Mallorca entdecken. Die gebirgige Landschaft ist für die feierlustige Strandgesellschaft sowieso weniger interessant, so dass man dort unbeschwert die herrliche Luft, die faszinierende Pflanzenwelt und die Sonne Mallorcas ungestört und in Ruhe genießen kann. Doch auch weitab vom Meer kann man sich bei zu intensivem Sonnengenuss die Haut verbrennen, so dass man sich auf jeden Fall mit Sonnenschutzcreme versorgen sollte und häufig den Schatten von Bäumen und eigens dafür aufgespannten Markisen aufsuchen sollte.

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