Fußballmärchen in Kiew

– Gastartikel –

Es gibt viele gute Gründe, der Ukraine und ihrer Hauptstadt einen Besuch abzustatten: Die imperialen Bauten zum Beispiel. Oder aber der Botanische Garten am Schewtschenko Boulevard mit dem ältesten Palmengewächs. Der Hauptgrund, in diesem Sommer in der ukrainischen Hauptstadt vor Ort zu sein, sind mit Sicherheit aber die Spiele der UEFA Fußball Europameisterschaft (EM).

Insbesondere das Finale am 01. Juli im Kiewer Olympiastadion wird Tausende von Fans in die Stadt locken und Millionen vor den Bildschirmen in seinen Bann ziehen. Gute Nachricht für Fußballfans mit einer Eintrittskarte zur EM 2012: In Kiew habt ihr die Möglichkeit kostenlos den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen – dank der UEFA. Denn der Europäische Fußballbund unterstützt den Gratis-Transport in der ukrainischen Hauptstadt mit satten 330.000 Euro.

Von der Shoppingmeile zur Fußballmeile

Doch auch wer keines der heiß begehrten Tickets zur EM 2012 ergattert konnte, bekommt in Kiew die Möglichkeit eine große Brise Fußball-Luft zu schnuppern: So lädt der Kreschtschatik Boulevard als Fanmeile der Europameisterschaft, die bis zum neu gebauten Olympiastadion führt, zum Public Viewing ein. Fünf riesige Leinwände und eine 3-D-Projektion an das Rathaus sorgen für ein Spektakel der Extraklasse. Ursprünglich handelt es sich beim Kreschtschatik Boulevard übrigens um die nach dem Krieg im Stalinschen Architekturstil wieder aufgebaute Prachtstraße. Sich über acht Spuren erstreckend, finden Shoppingbegeisterte hier alles was das Herz begehrt. Im Mai wunderschön anzusehen ist die blühende Kastanienallee.

Wer seiner Leidenschaft fürs runde Leder frönen möchte und dabei noch Kultur pur erleben will, für den ist Kiew genau die richtige Stadt. Denn auch abseits der Fanmeilen hat Europas älteste Stadt am Fluss Dnjepr mit seinen 2,7 Millionen Einwohnern so einiges zu bieten: Von geschichtsträchtigen Klöstern, Kirchen und barocken Bauten über moderne Kunst und ein pulsierendes Nachtleben bis hin zur tiefstgelegensten Metrostation mit 4,5 min Fahrtzeit in den Untergrund.

Fußball verbindet

Dass der Kiewer kein Wörtchen Deutsch spricht und ihm auch Englisch nicht unbedingt sehr geläufig ist, spielt übrigens kaum eine Rolle. Der Einheimische weiß es mittels Armen und Beinen zu kommunizieren – und das aufs ehrlichste bemüht. Aber spätestens beim Fußball sprechen ja alle sowieso wieder die gleiche Sprache! Aber auch nach den Spielen der Fußball-Europameisterschaft ist Kiew sicherlich eine Reise wert. Warum also nicht einfach den nächsten Urlaub in der Ukraine verbringen? Die EM macht sicherlich Appetit auf mehr.

 

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