China und seine Teegebiete entdecken

Es heißt, es seien die Chinesen gewesen, die den Tee ursprünglich erfunden haben. Sicher ist, dass dort, ebenso wie in Japan, bis heute eine detailreich ausgearbeitete, zeremonielle Teekultur gepflegt wird. So faszinierend wie diese sind auch die Teeanbaugebiete selbst. Insgesamt acht vor allem bergnah im Süden und Südosten Chinas gelegene Gebiete sind es, die für ihren Teeanbau besonders bekannt sind.

Mit dem Qi Hong stammt einer der berühmtesten Schwarzen Tees der Welt aus dem östlichen Qimen, einem niederschlagsarmen Gebiet mit einer Durchschnittstemperatur von 15° Celsius. Im Tal des Xi-Flusses in Yu Yuan befinden sich die berühmten Gärten Gau Hu, Ju Li und Zhang Gong. Besonders bekannt ist das Gebiet für die exotischen Orchideenperlen-Tees, während das regenreiche Gebiet Ping Shui den „Gunpowder“-Grüntee (auch Zhou Cha = Perlentee) hervorbringt.

 

Die Nachbarprovinz Fuijan hat sogar zwei Teeanbaugebiete zu bieten: Min Bei, für dessen Steintee rund um das Bergmassiv des Wu Yi Shan sogar ein eigener Teestrauch gezüchtet wird, und Min Nan Anxi, wo der Legende nach der Ursprung der Teekultur liegen soll. Es ist die Heimat der Tikuanyin-Oolongkultur. Weiter westlich erwarten einen ein mildes Klima und fruchtbare Böden in Meng Hai in der Provinz Yunnan, der Heimat des Pu-Erh-Tee. Zwei ganz besondere Reiseziele sind zum einen der Gelbe Berg in Huang Shan, zum anderen Xihu.

 

Der Gelbe Berg – ein wunderschönes Reiseziel
Der Gelbe Berg befindet sich in einem Nationalpark voller Wasserfälle, Quellflüsse und Steilwände. Der Teeanbau ist hier nur unter strengen Auflagen gestattet, doch kommen von hier viele qualitativ hochwertige Grüntees wie der Mao Jin und die Tun Xi-Tees. Das Gebiet Xihu schließlich ist nicht nur die Heimat einiger Loong Tsengs, es beherbergt auch den berühmten West-See und zahlreiche traditionsreiche Klöster.

An dieser Vorstellung der bekannten Teegebiete wird es deutlich: des chinesischen Tees und seiner Anbaugebiete wegen nach China zu reisen, bedeutet gleichermaßen die Natur, wie auch die Kultur dieses Landes näher kennenzulernen. Und das ist allemal eine Reise wert.

 

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